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Zahnabszesse müssen keine Schmerzen verursachen

zahnchirurgie

Zahnabszesse mögen beängstigend klingen, aber sie sind schnell behandelt und sogar vermeidbar!

Abszess ist ein schickes Wort für eine Infektion. In der Zahnmedizin gibt es zwei Hauptarten von Abszessen. Ein periapikaler Abszess entsteht an der Wurzel eines Zahns, wenn entweder Karies in die Nervenkammer eindringt oder eine traumatische Verletzung oder ein Riss im Zahn den Nerv beschädigt. Ein parodontaler Abszess tritt auf, wenn das Zahnfleisch infiziert wird. Ein parodontaler Abszess kann einen oder mehrere Zähne betreffen und zu einer ausgedehnten parodontalen Erkrankung führen. Eine Parodontalerkrankung ist eine chronische Zahnfleischinfektion, die den Knochen schwächen kann und unbehandelt zu Knochen- und Zahnverlust führen kann.

Was sind die Symptome eines Abszesses?

Zu den häufigsten Symptomen eines Abszesses gehören:

  • Fieber
  • Schwellungen im Gesicht
  • Schlechter Atem, fauliger oder saurer Geschmack im Mund
  • Schmerzen in Hals und Kiefer
  • Pochende Zahnschmerzen, die in den Kieferknochen, den Hals oder das Ohr ausstrahlen können
  • Heiße oder kalte Zahnempfindlichkeit, die länger als ein paar Sekunden anhält
  • In einigen Fällen verursacht ein Abszess keine Schmerzen, oder die Schmerzen variieren in Häufigkeit und Stärke. Bei einer periapikalen Infektion arbeitet sich die Infektion im Zahninneren durch die Zahnwurzel in das Zahnfleisch vor und bildet eine Blase am Zahnfleisch. Wenn die Blase platzt, beginnt die Infektion in das Zahnfleischgewebe und den Mund abzulaufen, wodurch der Druck nachlässt und der Schmerz verschwindet. Dies bedeutet nicht, dass die Infektion besser wird; es bedeutet nur, dass der Druck nachlässt.

Behandlung

Wenn Sie einen Abszess haben, gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. Es können Antibiotika verschrieben werden, um die Infektion abzutöten, aber der betroffene Zahn, der absterbende Nerv oder die Parodontalerkrankung müssen trotzdem behandelt werden.

Wenn der Abszess das Ergebnis eines absterbenden Nervs ist, kann eine Wurzelbehandlung empfohlen werden. Dank der modernen Technik ist eine Wurzelbehandlung unkompliziert. Nachdem das infizierte Gewebe entfernt wurde, werden die Kanäle desinfiziert und geformt, und ein gummiartiges Material namens Guttapercha wird verwendet, um die Kanäle zu versiegeln und eine Reinfektion zu verhindern. In der Regel, aber nicht immer, wird eine Krone auf den verbleibenden Zahn gesetzt, um weitere Brüche zu verhindern.

Wenn Sie eine Parodontalerkrankung haben, kann eine Wurzelglättung und Zahnsteinentfernung durchgeführt werden. Diese Tiefenreinigung wird mit einem Anästhetikum und speziellen Instrumenten durchgeführt. Manchmal wird ein Laser eingesetzt, um die Tasche zu sterilisieren und eine Reinfektion zu verhindern.

Vorbeugung eines Abszesses

Zwar lässt sich ein plötzlicher, traumatischer Aufprall, der zum Absterben eines Nervs führt, nicht immer vermeiden, aber es gibt viele Möglichkeiten, kariesbedingte Abszesse und parodontale Erkrankungen zu verhindern.

  • Gehen Sie regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung zu Ihrem Zahnarzt
  • Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zweimal am Tag und benutzen Sie Zahnseide
  • Ersetzen Sie Ihre Zahnbürste alle drei Monate
  • Teilen Sie Ihre Zahnbürste niemals mit anderen
  • Achten Sie auf Ihren Zucker- und Kohlenhydratkonsum
  • Verwenden Sie vor dem Schlafengehen eine fluoridierte Mundspülung
  • Mit ein wenig Sorgfalt können Sie dazu beitragen, einen Abszess und eine Parodontitis zu verhindern. So können Sie sich die Unannehmlichkeiten und Schmerzen eines Zahnes und die Kosten einer größeren Behandlung sparen.

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