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Rund um das Thema Zahnstein

Zahnarzt Köln Dr. Bender

Rund um das Thema Zahnstein

Zahnstein wird regelmäßig bei den Terminen zur Kontrolle abgeschliffen. Viele kennen das Wort an sich, doch was genau steckt eigentlich hinter dem Begriff Zahnstein und wie beeinflusst er unsere Zähne? Wie kann man Zahnstein effektiv bekämpfen bzw. verhindern, dass er überhaupt entsteht?

Die Bildung des Zahnstein

Jeder kennt das Wort “Plaque”. Es definiert sich als Belag. Daraus bildet sich Zahnstein. Die Definition besagt, dass es sich hierbei um mineralisierten Zahnbelag handelt. Zahnstein entsteht aus unbehandeltem Plaque. Allerdings divergieren die Arten des Zahnsteins. Man unterscheidet zwischen subgingivalem und supragingivalem Zahnstein.
Ersterer entsteht in den Taschen des Zahnfleischs. Im Gegensatz zu seinem Pendant, benötigt er länger, um sich zu entwickeln. Dafür klebt er regelrecht an den Zähnen und bildet eine intensivere, dunklere Farbe aus.
Die zweite Art des Zahnsteins, der supragingivale, entsteht nicht in den Taschen, sondern über dem Zahnfleisch. Vorlieb nimmt er mit der Innenseite der am Unterkiefer befestigten Frontzähne bzw. der Außenseite an den oberen Zähnen, die seitlich gelegen sind. An besagten Stellen sitzen die größten Speicheldrüsen des menschlichen Mundes. Diese Bereiche kommen ununterbrochen mit mineralischem Speichel in Kontakt. Weiterhin sind Bereiche, die schwerlich gereinigt werden können, auch sehr davon betroffen. Das heißt, an den Hälsen der Zähne sowie an und in den Zwischenräumen bildet sich ebenso vermehrt Plaque und somit auch Zahnstein.

Wie identifiziert man als Laie Zahnstein?

Kennen Sie die anfälligen Stellen, dann wissen Sie, worauf sie achten müssen. Besonders beim Konsum von Zigaretten und Kaffee färbt sich der Zahnstein schnell. So erkennt man Zahnstein, wenn die Zähne entweder gelb, braun oder sogar schwarz werden. Er fällt schnell ins Auge. Doch nicht nur anhand des Aussehens lässt sich der mineralisierte Plaque gut erkennen, auch durch das Ertasten der rauen Oberfläche mit der Zunge. Dies sind jedoch nicht die einzigen Indizien auf Zahnstein. Weitere Faktoren können Zahnfleischbluten, Mundgeruch sowie geschwollene Zahnfleischstellen sein. Sofern der Verdacht auf Zahnstein vorliegt, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

Was hilft gegen Zahnstein?

Wie bereits erklärt: der Speichel des Menschen enthält Mineralien. Diese mineralisierten Speichelmassen treten vermehrt an den bereits erwähnten Stellen auf. Setzen sich diese Mineralien im Plaque ab, so entsteht Zahnstein. Aufgrund dessen sollten die oftmals betroffenen Stellen gründlicher gereinigt und unter besondere Beobachtung gestellt werden. Dennoch: die Bildung von Plaque ist alles andere als unnatürlich, dies hängt auch mit dem Mineralstoffgehalt des Speichels zusammen. Dieser variiert von Individuum zu Individuum. Nichtsdestotrotz kann sich ein jeder Mensch gegen Zahnstein schützen, indem er vermehrt auf die Mundhygiene achtet. Es gibt dahingehende Hilfsmittel, die die Reinigung betroffener Stellen vereinfachen.

Ist es schlimm, wenn man Zahnstein längere Zeit unbehandelt lässt?

Die unästhetische Ader des Zahnstein ist nur ein Grund, ihn schnellstmöglich zu entfernen. Zahnstein an sich schadet dem Zahn nicht direkt. Das Schlimme daran ist jedoch, dass er essentiell für die Bildung langfristiger Erkrankungen ist. Zunächst verkörpert er nahrhaften Boden für Bakterien. Infolgedessen können Parodontitis, Gingivitis und Karies entstehen, denn den Bakterien ist es ein Leichtes, sich an den brüchigen Stellen des Zahnbelages einzulagern.
Was viele Menschen nicht wissen, auch Implantate können von diesen Krankheiten befallen werden. Die Folgen davon sind mehr als unangenehm. Das Zahnfleisch rund um das Implantat wird befallen und es kommt zu einer Periimpantitis, einer Entzündung, vereinfacht gesagt.
Daher die klare Antwort auf die oben gestellte Frage: ja, Zahnstein sollte unbedingt behandelt werden, sodass schlimmeren und schmerzhafteren Folgeerkankungen vorgebeugt werden kann.

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