
Mundkrebs hat eine hohe Sterblichkeitsrate, wenn er zu spät erkannt wird. Die Überlebensrate fünf Jahre nach einer späten Diagnose liegt bei etwa 50 %. Diese hohe Sterblichkeitsrate hängt damit zusammen, dass der Krebs in der Regel erst in einem späten Stadium seiner Entwicklung entdeckt wird. Frühe Stadien von Mundkrebs sind für die Betroffenen selbst schwer zu erkennen. Es handelt sich jedoch um eine Krebsart, bei der eine frühe Diagnose von großem Vorteil ist: Wenn Mundkrebs früh erkannt wird, steigen die Überlebenschancen von 50 % auf 90 %.
Was ist Mundkrebs?
Mundhöhlenkrebs, auch Mundkrebs genannt, ist eine Form der Krankheit, bei der sich ein Tumor in einem Bereich des Mundes entwickelt, typischerweise auf der Oberfläche der Zunge, der Innenseite der Wangen, der Lippen, des Zahnfleisches oder des Munddaches. In selteneren Fällen können sich Tumore auch in den speichelproduzierenden Drüsen, den Mandeln oder im Rachenraum entwickeln.
Warum ist Mundkrebs so schwer zu erkennen?
Die erfolgreiche Behandlung von Mundkrebs hängt stark von der Früherkennung ab, und für jeden, der zu Hause seiner täglichen Zahnpflege-Routine mit Bürste und Zahnseide nachgeht, sind die ersten Anzeichen möglicherweise nicht erkennbar. Im Frühstadium treten häufig keine Schmerzen auf, und sichtbare Anzeichen sind unter Umständen nur sehr schwer zu erkennen - es kann sich um kleine Flecken unterschiedlicher Farbe im Mundgewebe handeln, die nur dann wirklich auffallen, wenn man direkt in den Mund leuchtet. Wenn Sie keine Schmerzen im Mund haben, ist es unwahrscheinlich, dass Sie mit dem Licht in den Mund leuchten und nach Anzeichen dafür suchen, dass etwas abnormal ist. Aber wie würde “abnormal” überhaupt aussehen, wenn das Innere des Mundes nicht etwas ist, das man regelmäßig untersucht?
Warnzeichen, auf die Sie achten sollten
Mundhöhlenkrebs ist im Frühstadium schwer zu erkennen, da es keine offensichtlichen Symptome gibt, auf die man achten muss. Wer jedoch eines oder mehrere der folgenden Symptome aufweist, sollte einen Zahnarzt aufsuchen:
- Wunden oder Geschwüre im Mund, die nicht innerhalb von drei Wochen abheilen
- Klumpen oder Schwellungen im Mund, Kopf oder Hals
- Unerklärliche Schwierigkeiten beim Kauen oder Schwierigkeiten, den Kiefer oder die Zunge zu bewegen
- Starke Halsschmerzen und Heiserkeit, die mehrere Wochen lang andauern
- Neue und rätselhafte Zahnbeweglichkeit (z. B. nicht durch einen Schlag verursacht)
- Weiße oder rote Flecken im Mund
- Anhaltende Schmerzen im Mund
Risikofaktoren
Mundkrebs tritt meist bei Menschen über 50 Jahren auf und wird häufig mit Menschen in Verbindung gebracht, die einen Großteil ihres Lebens geraucht haben, aber auch Nichtraucher können betroffen sein. Etwa 4 % aller Diagnosen werden bei Personen unter 40 Jahren gestellt. Das humane Papillomavirus (HPV) trägt zu einem wachsenden Prozentsatz von Mundhöhlenkrebs bei, insbesondere in Bereichen wie dem Oropharynx, den Mandeln und dem Zungengrund. HPV wird mit etwa drei von vier (73 %) Krebserkrankungen des Oropharynx und mehr als einem von zehn (12 %) Krebserkrankungen der Mundhöhle und des Hypopharynx in Verbindung gebracht. Der HPV-Impfstoff wird Kindern angeboten und auch Männern und Frauen bis einschließlich 45 Jahren empfohlen, um sie vor diesen Krankheiten zu schützen.
Weitere Risikofaktoren sind:
- Rauchloser Tabak (z. B. Kautabak) und Tabakrauch in der Umwelt. Das Mundkrebsrisiko ist bei Nie-Rauchern, die jemals zu Hause oder am Arbeitsplatz Passivrauchen ausgesetzt waren, um 87 % höher als bei nicht exponierten Nie-Rauchern.
- Alkohol - der Konsum von mehr als 10 Einheiten Alkohol pro Woche könnte das Risiko für Mundkrebs um 81 % erhöhen.
- Infektionen - Das Mundkrebsrisiko ist bei Menschen mit HIV/AIDS im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung etwa doppelt so hoch.
Die Wichtigkeit des Zahnarztbesuchs
Dass jeder mindestens einmal im Jahr zur zahnärztlichen Untersuchung gehen sollte, ist eine allgemein anerkannte Empfehlung — aber warum eigentlich? Routineuntersuchungen helfen nicht nur dabei, Anzeichen von Karies, Plaquebildung und beginnenden Zahnfleischerkrankungen zu erkennen und zu behandeln. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt ist auch die Fachperson, die frühe Anzeichen von Mundkrebs am ehesten bemerkt. Jede Untersuchung beginnt mit einem Blick von außen und einem Blick in den Mund; zusammen mit Ihrer Krankengeschichte und Ihren Lebensgewohnheiten ergibt sich daraus, ob bei Ihnen ein erhöhtes Risiko besteht. Bei diesen Terminen haben Sie außerdem Gelegenheit, Beobachtungen anzusprechen — einen Knoten, anhaltende Schmerzen oder andere Symptome. Ein Zahnarzt kann eine Krebserkrankung nicht verhindern, aber er kann einen Verdacht früh erkennen und Sie sofort an die richtige Stelle überweisen.


